Visit http://www.esab.com/ for more information about our products.
Die Stabelektroden, wie sie heute noch verwendet werden, haben ihren Ursprung in der Entwicklung von Oscar Kjellberg. Wie schon 1906 bestehen die Stabelektroden heute aus einem Drahtkern mit einer Dicke zwischen 1,6 und 8 mm. Die Elektroden sind mit einer Umhüllung versehen, welche die Eigenschaften der Elektrode beim Schweißen selbst, sowie die Eigenschaften der Schweißnaht bedeutend beeinflusst. Der Drahtkern beinhaltet entsprechend des Grundwerkstoffes die nötigen Legierungselemente. Da diese jedoch durch den Einfluss des Lichtbogens abbrennen können und somit nicht mehr in die Schweißnaht eingebracht werden können, besteht, um dies zu verhindern, die Möglichkeit diese Elemente in der Umhüllung hinzuzugeben. Die jedoch weit wichtigeren Eigenschaften der Umhüllung sind folgende:
Die Stabilisierung des Lichtbogens, indem in der Drahtelektrode leicht ionisierbare Stoffe enthalten sind. Im gleichen Zuge sind Stoffe von Vorteil, die eine schützende Atmosphäre um das Schmelzbad bilden. Hierdurch wird eine Oxidation der Schmelze verhindert. Um eine Oxidation und Verunreinigung während der Erstarrung zu verhindern werden der Umhüllung Schlackebildner hinzugefügt. Zudem kann die Schlacke zur Wärmeisolierung, und somit zum langsameren Abkühlen der Schweißnaht, genutzt werden. Eine Aufhärtung kann so verhindert werden.
Die Umhüllungen haben unterschiedliche chemische Eigenschaften. Diese werden, wie folgt, unterschieden in rutil-, sauer-, basisch- und zelluloseumhüllt. Die Bestandteile der Umhüllung haben, zum Beispiel, einen Einfluss auf das Verhalten des Lichtbogens. Zellulose umhüllte Elektroden eignen sich durch die hohe Lichtbogenintensität gut zum Schweißen von Fallnähten. Eine dicke rutilhaltige Umhüllung bewirkt einen feintropfigen Übergang sowie eine gute Wiederzündung des Lichtbogens. Durch den feinen Tropfenübergang haben mit diesen Elektroden geschweißte Nähte ein feinschuppiges Aussehen. Elektroden mit basischer Umhüllung zeigen gute Kerbschlagzähigkeiten bei niedrigen Temperaturen sowie eine geringe Kaltrissempfindlichkeit.