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Bei den meisten Schweißprozessen ist es erforderlich, die Temperatur des Werkstücks örtlich sehr schnell und sehr stark zu erhöhen, so dass die Metalle gefügt werden können. Die Art der Wärmequelle ist der Oberbegriff für eine Gruppe von Schweißprozessen, z.B. Gasschweißen, Lichtbogenschweißen, Widerstandsschweißen oder Reibschweißen.
Eines der Hauptprobleme beim Schweißen besteht darin, dass die Metalle schneller mit der Atmosphäre reagieren, als ihre Temperatur ansteigt.
Der Schutz des Schweißbereiches vor der Wirkung der umgebenden Atmosphäre ist das zweite wichtige Unterscheidungsmerkmal der Schweißprozesse. Die Möglichkeiten reichen von Schweißpulvern, die im Lichtbogen eine schützende Schlacke ausbilden, bis zu inerten Schutzgasen. Bei einigen Prozessen wird sogar ein Vakuum erzeugt, um die Atmosphäre fernzuhalten.
Einige Prozesse sind für spezielle Anwendungen entwickelt worden, während andere sehr vielseitig einsetzbar sind und einen großen Bereich von Schweißaufgaben abdecken können.
Einerseits wird beim Schweißen im allgemeinen zum Verbinden gleichartiger und sogar verschiedenartiger metallischer Werkstoffe benutzt, andererseits gewinnt aber das Reparatur- und Auftragsschweißen beschädigter oder verschlissener Bauteile immer mehr an Bedeutung. Zum Herstellen verschleißfester Schichten wird das Hartauftragsschweißen (Panzern) angewendet. Die damit erzeugten Bauteiloberflächen besitzen eine höhere Widerstandsfähigkeit gegen abrasiven oder schlagenden Verschleiß.
Soll die Korrosionsbeständigkeit erhöht werden, wird das Bautel plattiert. Dabei wird ein gegen das angreifende Medium resistenter Werkstoff auf einen kostengünstigeren Trägerwerkstoff aufgetragen.
Bereits zum Ende des 19. Jahrhunderts eingeführt, bilden die Lichtbogenschweißprozesse noch heute die am häufigsten angewendete Gruppe der Schweißtechnologien. Wie bereits der Name vermuten lässt, ist die Wärmequelle ein elektrischer Lichtbogen, der zwischen dem Werkstück und einer metallischen Elektrode brennt. Die elektrische Energie wird in Wärme umgewandelt und erzeugt eine Lichtbogentemperatur von über 7.000°C, welche den Werkstoff zum Schmelzen bringt und so eine homogene Verbindung herstellt. Die Ausrüstung kann in Größe und Komplexität sehr unterschiedlich sein, wobei das Hauptunterscheidungsmerkmal zwischen den Lichtbogenschweißprozessen die Art des Schutzes vor der Atmosphäre und die Art des Zusatzwerkstoffes sind. Die Lichtbogenschweißprozesse umfassen das Metall-Lichtbogenschweißen, das Unterpulverschweißen und das Schutzgasschweißen, wobei letzteres weiter unterteilt wird in Metall-Schutzgasschweißen und Wolfram-Schutzgasschweißen.